Steam

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Steam ist das Portal von Valve zu über 2000 Spielen, Demos und Videos welche man online und teilweise im Laden kaufen kann. Es gibt seit Ende 2012 eine Linux-Version, jedoch wird Wine auch weiterhin für nur für Windows verfügbare Steam-Spiele benötigt.

Informationen zu Linux-Versionen von Steam-Spielen findet ihr übrigens auf der SteamDB-Seite. Der Kauf von Linux-Spielen, bzw. deren Portierungen auf Linux, kommt nur dann dem Portierer zugute, wenn ihr das Spiel erst mit Linux-Release und dann innerhalb der ersten Woche nach Kauf unter Linux spielt. Nur der Kauf und eine ausbleibende Aktivierung, bzw. kein Spielen, ordnet es automatisch als Windows-Kauf ein. Diese Annahmen liegen einem AMA von Asypr zugrunde (Quelle).

Linux Client

Valve bietet Steam für alle drei Plattformen an. Der Client wird derzeit allerdings nur für Ubuntu (12.04 LTS) über ein eigenes Repository angeboten. Die Spiele, die für Steam auf Linux laufen, findet ihr über den Tag Steam auf Holarse oder über die Steam-Suche im Store.

Installation

Ubuntu

Ein einfaches

sudo apt install steam

reicht hier aus. Alternativ kann man sich das Offizielle Paket von der Steam Seite herunterladen, und per Doppelklick installieren.

openSUSE

Zuerst das Repo einbinden und das Boostrap herunterzuladen und zu installieren.

Das Verzeichnis nach tools ist der verwendeten openSUSE Version anzupassen. Dann steam einmal starten um den Client vollständig zu installieren.

Arch Linux

Steam ist im community- bzw. multilib-Repository verfügbar. Das Paket kann einfach per Paketmanager installiert werden.

pacman -S steam

Mehr zu Steam unter Arch Linux gibt es im Arch Linux Wiki

Debian

Debian Stable/Testing/Sid

Unter Debian Stable sowie Testing und Sid befindet sich Steam im non-free Repository, und kann mit dem Befehl

apt-get install steam

installiert werden.

Bei 64 Bit Systemen muss zusätzlich Multi-Arch aktiviert werden:

dpkg --add-architecture i386

Anschließend müssen noch die Paketquellen neu eingelesen werden:

apt-get update

Mehr zu Steam unter Debian findet ihr im Offiziellen Debian Wiki

Fedora

Unter Fedora muss zuerst das RPM Fusion free Repositorie eingebunden werden:
http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/

Danach das RPM Fusion nonfree Repositorie:
http://download1.rpmfusion.org/nonfree/fedora/

Dazu einfach zuerst rpmfusion-free, dann rpmfusion-nonfree zur jeweiligen Fedora Version herunterladen, und per Doppelklick installieren.

Danach mit dem Befehl

sudo dnf config-manager --add-repo=http://negativo17.org/repos/fedora-steam.repo

die Paketquelle von Steam hinzufügen.

Anschließend kann Steam mit dem Befehl

sudo dnf install steam

Installiert werden.

Mehr zu Steam unter Fedora gibt es hier. Dort gibts auch eine Anleitung für CentOS und Red Hat Enterprise Linux.

Gentoo

Am besten bindet ihr das Steam-Overlay ein und installiert dann steam-meta.

layman -L
layman -a steam
emerge steam-meta

Dann könnt ihr Steam einfach als User starten und es wird wahrscheinlich erst mal ein Update durchführen und den echten Client runter laden.
Der wird dann in ~.local/share/Steam installiert.
Spiele werden in Steam/SteamApps/common/Spielname installiert.

Slackware

Pakete für Slackware stehen zum Donwload bereit: http://www.slackware.com/~alien/slackbuilds/steamclient/

Andere Distributionen

wget http://repo.steampowered.com/steam/archive/precise/steam_latest.tar.gz
tar -xzvf steam_latest.tar.gz
cd steam
sudo make install

Windows-Client

Wine

Mit Wine kann Steam direkt mittels

wine SteamSetup.exe

installiert werden. Falls Steam mit Wine keine Schriften darstellt, muss man Steam im Steam-Verzeichnis mit einem zusätzlichen Parameter starten:

wine Steam.exe -no-dwrite

CrossOver

Die Installation und nutzung des Windows Steam Clienten gelingt über die CrossOver Oberfläche ohne Probleme.

Steam-Kommandos

Spiele direkt starten ohne Steam-GUI

Um die Spiele direkt zu starten ohne vorher lästig in der Steam-GUI herum zu klicken kann man folgendes machen.

steam steam://rungameid/18700

In diesem Beispiel wird And Yet It Moves gestartet. Ihr müsst natürlich die AppID kennen und gegen das gewünschte Spiel austauschen.

Steam zurücksetzen

Mit dem Befehl

steam --reset

wird Steam zurückgesetzt, die Installierten Spiele bleiben dabei lokal erhalten.

Steam Console-Client

Für Dedicated Server wird ein Konsolen-Client namens SteamCMD angeboten.

Troubleshooting

openSUSE

Unter openSUSE kann es sein, dass in manchen Steam Spielen kein Sound geht. Diese Problem lässt sich lösen, in dem man im Home Verzeichnis eine Datei anlegt:

touch .asoundrc

Danach die Datei in einem Editor öffnen, und folgendes Eintragen:

pcm.!default {
type hw
card 0
device 0
}
 
ctl.!default {
type hw
card 0
device 0
}

Zum Schluss speichern.

Steam und XFS

Es gibt Probleme mit Steam und Dateisystemen größer als 1 TB. Insbesondere bei XFS taucht dieses Problem auf. Lösung hierfür ist entweder das Spiel auf einem anderen Dateisystem zu installieren, oder XFS mit einer 64bit-Mount-Option zu starten. Das Problem ist hier beschrieben: Github Issue 1685 oder hier

32 Bit Distributionen

32 Bit Linux Distributionen werden seit dem Steam Update vom 12. Dezember 2016 nicht mehr unterstützt. Ebenfalls werden ältere CPUs ohne SSE2 nicht unterstützt. Steam funktioniert zwar noch, allerdings ist die Shopseite von Steam deaktiviert. Mehr dazu hier

Screenshots und Videos