Star Control II

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Star Control II: The Ur-Quan Masters wurde 2002 von Toys For Bob vollständig unter der GPL freigegeben. Da Toys for Bob keine Rechte auf den Originalnamen Star Control besitzt, wurde für die Veröffentlichung nur der Untertitel The Ur-Quan Masters als Name genommen. Daraus resultierte ein Projekt, was sich Verbesserungen und Portierungsarbeiten vorgenommen hatte. Kurze Zeit später erschein dann auch schon die erste Version von The Ur-Quan-Masters, die sich unter Linux spielen ließ.

Das Spiel

Nach einer jahrelangen Reise in ein fernes Sternensystem, kommt ihr im Jahr 2155 endlich zur Erde zurück. Beim Anflug fängt euch allerdings eine ausserirdische Raumsonde ab. Zwar spricht die Sonde eure Sprache, aber ihr versteht kein Wort von dem. Hierarchie? Meister? Ur-Quan? Was soll das alles? Noch mysteriöser wird es, als ihr mit der Raumstation im Erdorbit Kontakt aufnehmt. Die Erde als Sklavenplanet? Es scheint einiges passiert zu sein, seit eure Mission begonnen hat.

Das ganze Spiel orientiert sich an einem Handlungsstrang, der zwar ein paar Umwege nehmen kann, aber den Spieler letztlich zu dem gewünschten Ereignis oder Aktion begleitet. Wählt man allerdings den falschen Weg, so gehen einem viele Informationen verloren, die man für die Geschichte hätte gut gebrauchen können, oder die einfach nur sinnvoll gewesen wäre. Völlig hilflos steht man allerdings nie da.

Star Control II besteht aus verschiedenen Spielemodi. Der Weltraum-Navigationsmodus erlaubt es dem Spieler im Orbit um einen Planeten, in Sternensystemen und in der Galaxis umher zu fliegen. Der Kommunikationsmodus schaltet sich ein, wenn man auf eine fremde Sonde, eine Sternenbasis oder ein anderes Raumschiff trifft. Dort stehen dann verschiedene Antworten bereit, die den Verlauf des Gespräches beeinflussen. Als weiteren Modus kommt der Kampfmodus hinzu, der eingeschaltet wird, wenn man sich mit dem Gegenüber in Kampfhandlungen verwickelt, auf eine agressive Rasse trifft oder ähnliches. Da man sogar auf Planeten und Monden landen kann, gibt es noch den Planetenmodus. Hier kann man zunächst im Orbit um den Himmelskörper Scans durchführen, um Energiequellen, Mineralien oder Lebensformen zu finden. Hat man sich für eine Landestelle entschieden, dann kann man das Landungsschiff herunterschicken und auf dem Körper herumfliegen.

Die Einlernphase ist relativ kurz. Mit ein wenig Beschäftigung kommt man schnell hinter das Spielprinzip, einzig alleine der Kampf ist mir noch ein Rätsel. Vielleicht hab ich auch einfach keine Waffen an Bord meines Schiffes. Das kann natürlich auch sein ;-).

Die Story verspricht abwechslungsreich und spannendend zu sein, hat sich mich gleich in den erste paar Minuten schon gefesselt. Die vielen verschiedenen ausserirdischen Rassen sorgen ebenso für Spannung im Spiel, wie die weiten des Raums, die erforscht werden können.

Ein wenig schade ist, dass es nur das eine Spiel gibt. Wenn man ein neues Spiel beginnt, dann fängt man immer wieder dasselbe Spiel an. Nur wenig tröstet der Super Melee-Modus, mit dem man Kämpfe gegen ausserirdische Raumschiffe sofort spielen kann. Witzig ist dabei, dass man alle möglichen Rassen auswählen und gegeneinander antreten lassen kann.

Graphik und Sound

Dieses Spiel ist natürlich schon etwas älter, aber es zeigt sehr gut, dass die Graphik kein Spiel alleine ausmacht. Die Geschichte und das Spielprinzip sind weitere wichtige Faktoren.

Die Bilder während Kommunikationsvorgängen sind eigentlich ganz hübsch ausgemalt. Wer sich an animierten Bildern in diesem Stil erfreuen kann, für den ist das Spiel auch grafisch top.

Screenshots und Videos