Hyperspace Delivery Boy

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Hyperspace Delivery Boy

Das Spiel

Hyperspace Delivery Boy ist eine Mischung aus Puzzle- und Adventurespiel in einem sehr selbstironisch angelegten Sciene-Fiction-Szenario. Als Kurier (oder auch "Depp vom Dienst") bekommt man von diversen Leute Aufträge, bestimmten Leuten bestimmte Sendungen zuzustellen. Nur ist das gar nicht so leicht, wenn man sich dabei mit der ewig piesackenden Kommandantin, wild gewordenen Robotern und ängstlichen Wissenschaftlern herumschlagen muss. Ach ja, und dann ist da ja auch noch Dolly...

Verantwortlich für das Spiel sind unter anderem die beiden Spieleindustrie-Schwergewichte Tom Hall und John Romero, die vor allem durch ihre Arbeit bei id Software berühmt geworden sind. Daher reibt man sich auch erst einmal die Augen, wenn man sich das Spiel ansieht: 2D-Grafik, offensichtlich kleines Budget und so ganz und gar nicht an Ego-Shooter erinnernd. Das Spiel lebt viel mehr von den Rätseln, der Geschichte und den unzähligen Gags im Spiel.

 

Die Installation

Für Neuinstallationen wird der neue, von LGP bereitgestellten Installer empfohlen. Außerdem gibt es auch eine Demo des Spiels, die sich auf der Herstellerseite herunterladen lässt.

 

Das Spielprinzip

Die Steuerung ist denkbar einfach: Die Pfeiltasten dienen zum Bewegen der Spielfigur und mit Enter löst man Aktionen aus. Auch das Ziel ist klar: Bringe die Sendung zum Empfänger.

Beim Betreten einer Welt lässt sich zuerst einmal die Gegend erkunden. Die Rätsel sind in die Welt eingebaut und bestehen hauptsächlich aus Verschiebe- und Schalterrätseln, die allerdings keinen allzu hohen Schwierigkeitsgrad aufweisen. Zusätzlich gibt es noch diverse Gegner, die jedoch nicht aktiv angreifen sondern auch nur bestimmten Mustern folgen. Beim Spielstart lässt sich daher auswählen, ob man das Spiel im Puzzle- oder Action-Modus spielen möchte. Die beiden Spielvarianten sind praktisch identisch mit der Ausnahme, dass man im Puzzlemodus die Gegner vermeiden muss, während man sie im Actionmodus mit gefundenen Waffen angreifen kann. Die Steuerung ist sehr angenehm, man geht nur selten weiter als eigentlich gedacht und verschiebt auch nicht versehentlich alleine durch Berühren Kisten, so dass das Level unlösbar wird.

Es lohnt sich immer, abweichend vom Hauptauftrag auch etwas mehr herumzuschauen (und natürlich Warnungen und Verbote zu ignorieren ;-)) - oft finden sich um die Ecke seltsame Gesprächspartner oder versteckte "Monkeystones", die Extras im Hauptmenü freischalten.

 

Die Grafik

Die Grafik ist erst einmal natürlich kein Hingucker - und war sie auch bei Erscheinen des Spiels schon nicht. Sie ist jedoch zweckmäßig und bietet eine gute Übersicht: Rechts im Fenster sieht man sein Inventar und die derzeit zu bearbeitenden Aufträge, während der große linke Teil des Fensters vom Spielfenster eingenommen wird.

 

Der Sound

Bemerkenswert ist, dass alle Dialoge vertont wurden, egal wen man anspricht. Als Sprecher wurden jedoch keine professionellen Sprecher angeworben, sondern die Entwickler übernahmen die Rollen kurzerhand selbst! Keine Sorge, es ist deutlich professioneller als man glaubt ;-) Lediglich Sergeant Filibuster ist aus meiner Sicht eher weniger gut besetzt.

Auch musikalisch wird das Spiel gut untermalt, für viele der Levels gibt es eine eigene Musik, die die Atmosphäre gut unterstreicht.

 

Fazit

Wer sich mit Knobelspielen halbwegs anfreunden kann und Wert auf eine gute Präsentation legt, der dürfte mit diesem Spiel auf jeden Fall gut bedient sein. Der überall vorhandene Humor und die Wiederspielbarkeit (Zitat letztes Level: "I wish you'd told me this twenty-nine levels ago, dude.") machen das Spiel für mich zu einem deutlich unterschätzten Underdog. Einziger Nachteil: Das Spiel ist komplett auf Englisch, auch wenn alle Dialoge untertitelt sind; zumindest grundlegende Englischkenntnisse sind daher Pflicht.

Screenshots und Videos