Schweiz auf dem Weg zum "Killerspielverbot" einen Schritt weiter

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Die Motion «Verbot von Killerspielen» von Allemann Evi wurden nun nach dem Nationalrat auch vom Schweizer Ständerat, wiederum entgegen dem Vorschlag des Bundesrates, mit 19 zu 12 Stimmen angenommen.

Ebenfalls vom Bundesrat angenommen, mit 27 zu 1 Stimme, wurde die Motion Hochreutener. Diese Verlangt aber lediglich, dass eine für den Verkauf verpflichtende Altersfreigabe eingeführt wird - in der Schweiz gibt es bisher keine Gesetzliche Regelung dafür. Allerdings hat sich die Branche freiwillig einem Code of Conduct unterworfen, welcher den Verkauf nur gemäss Altersfreigabe erlaubt und welcher von gut 90% der Händler auch befolgt wird.

Was heisst das?

Konkrete Pläne zum Ausmaß und zur Umsetzung sind derweil nicht bekannt. Es gibt sowohl Fürsprecher eines generellen Verbots aller Spiele mit Gewaltdarstellung aber auch diejenigen die in Einzelfällen und nach Prüfung auf ein Verbot zurückgreifen wollen. Der Bundesrat ist entsprechend mit der Ausarbeitung des Verbots gemäß der Motion Allemann beauftragt. Evi Allemann, Initiatorin der Angelegenheit, spricht gegenüber golem.de davon lediglich extrem grausame Titel zu verbieten, nicht aber Titel wie das oft kritisierte Counter Strike.

Auswirkungen

Die positiven Auswirkungen des Verbots werden sehr begrenzt sein. Selbst das Parlament, bzw. die behandelnde Kommission, ist sich bewusst, das heutzutage dank dem Internet ein solches Verbot extrem ineffizient ist.
Schwierig könnte zudem die Umsetzung werden - dazu ist laut Bundesrat nämlich eine Verfassungsänderungen erforderliche. Dies, weil heutzutage der Jugendschutz in diesem Bereich Sache der Kantone ist, welchen für ein Gesetz auf Bundesstufe diese Kompetenz entzogen werden müsste.

rettichschnidi
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Text ist so nicht ganz korrekt -> Nehme die News raus, editiere und mache die wieder rein

meldrian
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Sorry, das war die Info die mir der Golem-Artikel vermittelt hatte.

Nichts für Ungut, ja?

rettichschnidi
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Kein Problem, ich passe das an und werde es wieder veröffentlichen.