Quake Live

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Das Spiel

Quake Live ist eine browserbasierte Portierung von Quake III Arena in der Spieler gegeneinander antreten können. Das Spielprinzip wurde fast komplett übernommen. Gespielt werden kann auf 40 Karten mit 5 verschiedenen Spielmodi. Es kann gegen Menschen gespielt werden, aber auch gegen Bots ein Übungsmatch gespielt werden.

Spiel im Browser

Größer Unterschied zu Quake III ist erst einmal, dass das Spiel komplett im Browser läuft. Dazu muss zwar noch ein Plugin installiert werden, das ist unter Linux in Form einer XPI Datei für den Firefox aber denkbar einfach - es funktioniert genauso schmerzlos wie die Installation eines normalen Firefox Addons.

Die Linuxversion wurde am 18. August 2009 veröffentlicht. Ab November 2013 gibt es keine Linux-Version mehr. Das Spiel wird von einem Browser-Spiel zu einem Standalone-Client umgeschrieben, dabei wird der Linux-Support eingestampft. (siehe News).

Unterschiede zu Quake III

Ersteinmal ist das Spiel kostenlos. In Zukunft wird es noch Premiumzugänge geben, die erweiterte Funktionen wie das Starten eines privaten Servers erlauben. Ob in dem Zuge auch der kostenlose Zugang eingeschränkt wird ist nicht bekannt.

Neben diesem technischen Unterschied gibt es noch ein paar Erweiterungen gegenüber dem Standard Quake III.

Alle Spielmodi, Maps, Waffen und Boni von Team Arena (dem Quake III Addon) wurden übernommen. Einige Maps wurden leicht modifiziert, nicht nur optisch (Platz für Werbetafeln), sondern auch zusätzliche Jumppads oder ähnliches.

Um auch Neulingen eine Chance zu geben ins Quake Universum einzutauchen, ohne gleich von den Urzeitquakelern weggebombt zu werden, gibt es des weiteren kleine Trainingskurse um einerseits Rocketjumps zu lernen, und Strafejumpen, also quasi die Bewegungsart die Quake so schnell macht. Die Trainingskurse alleine machen schon ne Menge Spaß.

Skillmatching

Und als größte Änderung um faire Spiele leichter zu ermöglichen, ist das Skillmatching angelegt. Bevor man sich auf einen Server stürzen darf, muss man erst ein kleines Testmatch gegen Crash, einen Bot spielen. Danach wird initial der Skill, das eigene Können, festgelegt. Anhand des Skills werden passende Server angezeigt: Mit gleichem Skilllevel, etwas herausfordernd, sehr schwer.
Andererseits wird zu guten Spielern aber auch der Zugang zu einem Server weit unter seinem Skill verwehrt. Keine Angst, es ist tatsächlich weit unter dem eigenen Skill. Man kann also immernoch seinen Freunden auf Servern folgen, auch wenn die etwas schlechter sind.

Neben dem Skillmatching gibt es am Anfang, während eines kleinen Warmups auch noch die Möglichkeit per Vote Gamemodi sowie vor allem die Map zu wechseln.

Freunde war auch schon der nächste Stichpunkt, was Quake Live gegenüber Quake III einführt. Im Web 2.0 Zeitalter darf natürlich - vor allem bei einem Browser/Onlinespiel - eine Freundesliste nicht fehlen. Hier sieht man welcher von seinen Freunden online ist, und wer gerade wo spielt. Wenn Freunde online sind kann man auch mit ihnen chatten - sehr Schade allerdings, dass man keine Offline Nachrichten schicken kann.

Hat man gerade mit jemandem ein gutes Match gespielt und möchte ihm einen "Freundschaftsantrag" schicken, oder einfach nur mal sein Profil angucken, kann man das auf der Liste der kürzlichen Gegner tun. Sehr nette Funktion.

Ein Statistiksystem (viele Awards die man erreichen kann) runden das Spiel ab und setzen noch persönliche Herausforderungen.

Kritik

Einzig fehlt mir bei Quake Live vielleicht noch ein VoIP (Sprachübertragung), da fällt das Socialisen schwerer. Alternativ kann man natürlich auf das Klasse VoIP Tool Mumble zurückgreifen.

Auch ist es schwer einem bestimmten Team beizutreten (wo vielleicht auch ein Freund spielt), nur direkt nach dem Connecten zum Server kann man ein Team wählen. In dem Zuge vermisst man natürlich auch schmerzlich private Server
Aber speziell dieses Problem dürfte nur eine Frage der Zeit sein - immerhin ist Quake Live auch noch in der Beta Phase, wenn auch öffentlich.

Fazit

Insgesamt dürfte Quake Live vielen die Egoshooter der etwas schnelleren Sorte mögen gut gefallen - vor allem ehemaligen Quake IIIlern, die unter der Indizierung und wenigen Servern online leiden.
Einzig die soziale Komponente - Spielen mit Freunden - ist noch etwas schwach. Wer darauf aber keinen Wert legt und alleine über die Server ziehen will, wird auf jeden Fall eine Menge Spaß haben. Und das Dank Webbrowser und einfacher Installation fast immer und überall. Auf der Arbeit in der Pause, in der Uni zwischen zwei Vorlesungen (oder während einer langweiligen Vorlesung), oder klassisch zu Hause - Quake Live ist immer verfügbar.

Screenshots und Videos
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