Space Colony

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Aus dem Jahre 2000 und 3 stammt dieses Nischenprodukt der Spielindustrie. Von den durch Stronghold bekannten Jungs und Mädels der Firma Firefly entwickelt und schließlich von Gathering veröffentlicht gab es seinerzeit sogar einen von Aspyr Media entwickelten Mac OS X Port dieses schönen Spielchens. Für den in Entwicklerkreisen oftmals als vergleichsweise klein betitelten Sprung von dort aus zum Linuxport hat es aber dennoch bis heute nicht ausgereicht.

Über das Spiel

Das Spiel an sich beschreibt einen Spagat aus Weltraum-aufbausimulation, allgemeiner Wirtschaftssimulation, Mikro-Management und den Prinzipien der bekannten Die Sims-Reihe. Von Blackwater Industries dazu auserkoren leitet und fördert ihr die Geschicke auf verschiedensten industriellen Weltraumbasen in den unendlichen Weiten. Primär erledigt ihr Aufgaben für die Firma, baut Rohstoffe ab und produziert Waren für den Eigenbedarf. Wenn sich die Dinge einigermaßen entwickelt haben und die Basis noch nicht von bösartigen Vegetationen oder Weltraummonster überrannt wurde, bietet sich irgendwann die Möglichkeit die produzierten Überschüsse zu verkaufen und damit den Reibach euren Lebens zu machen. Die Lebenserwartung einer jeden Weltraumbasis wird über die Installation von militärischen Abwehrmechanismen deutlich erhöht aber auch Krankenstationen sollten vorhanden sein falls einer eurer Weltraumexperten doch mal selbst zum Lasergewehr greifen muss. Weil neben der Sonne auch stellenweise die Inkompetenz eurer Angestellten heller als jede Supernova strahlt, gibt es im Spielverlauf Bibliotheken und Trainingszentren um den Charakteren bessere Fähigkeiten und neues Wissen ins Hirn zu transferieren. Der Platz ist oftmals begrenzt und die Spielsteuerung nicht immer einfach. Zusätzlich sind sich manche der insgesamt 19 unterschiedlichen und einzigartigen Charaktere spinnefeind was nicht selten dazu führt, dass sie sich einander an die Gurgel gehen und die Köpfe einschlagen. Im späteren Spielverlauf werden die Basen riesig und jeden der einzelnen Charaktere auf der Basis zufrieden zu stellen immer schwieriger, was nicht zuletzt dafür sorgt, dass die erbrachte Arbeitsleistung eines jeden mit der Zeit geringer ausfällt. Ein potenziell höheres Toleranzlevel und Freude daran etwas neues auszuprobieren sollte jedem der das durchaus unterhaltsame Spielchen testen möchte somit innewohnen.

Trivia

Die Out-Of-The-Box Spielbarkeit des Titels wird speziell nur für die 2003 herausgegebene Variante ausgesprochen. Wie es sich mit der 2012 veröffentlichten HD-Variante verhält kann aus dem Stehgreif nicht ausgesagt werden. Auch wineHQ schweigt sich zu diesem Thema derzeit, Stand Dezember 2014, aus. Dort ist lediglich die normale Version 1.0 mit Platinum ausgezeichnet, was soweit von uns uneingeschränkt bestätigt werden kann.

Fazit

Kurz zusammengefasst: Weltraumbasis bauen, diese einrichten, sich die Umgebung zu nutze machen, Rohstoffe abbauen, die Mannschaft bespassen und möglichst niemanden sterben lassen. Der alltägliche Wahnsinn in einer Weltraumkolonie eben.

Screenshots und Videos