Red Eclipse

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Das Spiel

Red Eclipse entstand / entsteht aus der Asche von Blood Frontier, nachdem dieses Projekt wegen Unstimmigkeiten nicht weiter fortgesetzt wird.
Es ist ein hektischer 3D-Shooter auf Basis einer überarbeiteten Cube2 Engine. Neben den verschiedenen Waffen mit Primär und Sekundärfeuer machen die teilweise sehr guten Karten das Spiel sehenswert. Seit dem 15. März 2011 ist Version 1.0 (Ides Edition) erhältlich.

Die Installation

Neben dem SVN-Checkout wird mittlerweile auch eine tar.bz2 Datei zum Download geboten. Die Entwickler machen es einfach. Archiv herunterladen, extrahieren, spielen. Sollten Pakete fehlen bemängelt das Spiel diese (sollte aus der Konsole heraus gestartet werden). Zur Vorgehensweise: Hier reicht es das Archiv einfach in einem Verzeichnis zu Speichern. Nun die Datei mit tar xfvj redeclipse_1.0_linux.tar.bz entpacken, anschließend in das bin Verzeichnis wechseln und den gewünschten Clienten starten. Im Oberordner des Spiels (/redeclipse) befindet sich redeclipse.sh. Sollte es damit gar nicht funktionieren bleiben die unter /redeclipse/bin hinterlegten binarys zu testen.

Eine weitere schöne Sache sind die über PlayDeb und AUR.archlinux verfügbaren Pakete für Archlinux und Ubuntu 10.04 sowie 10.10.
Wer immer auf dem neusten Stand sein möchte, bedient sich der die SVN-Version. Um diesen Service nutzen zu können muss vorher das Paket "Subversion" auf dem System installiert sein.

Ist diese Voraussetzung gegeben, kann der derzeitige Stand der Entwicklungen über den Konsolenbefehl

auf die Festplatte transferiert werden. Unabhängig davon auf welcher Ordnerebene man den Befehl ausführt wird dort, die entsprechenden Berechtigungen vorausgesetzt, der Ordner redeclipse angelegt und im Anschluss die Daten aus dem Netz dorthin kopiert.

Bereits etwas vereinfacht folgt nun der weitere Teil der Installation.
Die Entwickler liefern bereits ein Script mit, dass erkennt ob das Spiel bereits ausgeführt werden kann. Falls nicht schlägt es vor das Spiel selbst zu kompilieren. Dies wird wohl in den meisten Fällen nötig sein. Das Script liegt direkt im Ordner redecplipse und ist mit redeclipse.sh benannt.
Optimalerweise ruft man das Script für die Installation über die Konsole auf.

Bestätigt man die auftretende Frage ob kompiliert werden soll mit "Y" startet der Vorgang.
Sollten Abhängigkeiten, die für die Kompilierung notwendig sind, nicht gegeben sein, informiert das Script darüber um welche Komponente es sich handelt und bittet darum diese zu installieren und im Anschluss das Script erneut auszuführen.

Ist der Vorgang einmal mit Erfolgsmeldung abgeschlossen worden, kann über das gleiche Script das Spiel gestartet werden.

Die Steuerung

Gesteuert wird wie bei jedem anderen Egoshooter auch.
A-W-S-D bewegt eure Spielfigur in die 4 Himmelsrichtungen.
Die beiden Maustasten lösen den primären (li.Maustaste), sowie den sekundären (re.Maustaste) Feuermodus aus.
Nachgeladen wird mit "R", Waffen aufgehoben und Dinge benutzt mit "E".
Einmaliges Betätigen der Leertaste lässt eure Figur springen, mehrmaliges Betätigen löst den Multijump aus, mit man schneller vorwärts kommt.
Die Richtungstasten können aber auch doppelt gedrückt werden um einen Sprung in die Richtung zu starten.

Die Steuerung kann über das Optionsmenü komplett angepasst werden.

Die Grafik

Schon schick was man mit etwas feintuning aus der Cube2 Engine zaubern kann. Red Eclipse macht einen optisch angenehmen Eindruck, belastet dabei die Hardware jedoch relativ gering. Zur Anpassung der Möglichkeiten gibt es ebenfalls einige Optionen. Ansonsten sind an diesen Artikel einige Screenshots angehängt die mehr sagen sollten als 100 Zeilen beschreibender Text.

Der Sound

Kurz: Passend.
Ein futuristischer Egoshooter wie Red Eclipse hat gegenüber seinen Genrekollegen aus der Moderne oder den Weltkriegen einen entscheidenden Vorteil:
Die Waffensounds können sich, solange sie gut sind, anhören wie sie wollen, es gibt im realen Leben kein Gegenstück mit dem man vergleichen könnte. Unabhängig davon wurde die Sache bei Red Eclipse gut gemacht. Der Ton ist an keiner Ecke belastend, überzogen oder anderweitig störend.

Die Waffen

Auf der gesamten Karte liegen, nach feinster Quakemanier, Waffen auf dem Boden herum die nur darauf warten eingesammelt zu werden. Tragen kann der Spieler jeweils 2. Die ersten beiden können ohne Verlust aufgesammelt werden, bei den Folgenden wird dann mit der jeweils gerade Angewählten getauscht.

Neben SMGs, Schrotflinten und Schafschützengewehren gibt es auch Plasmapistolen, Flammen- und Raketenwerfer. Besonders schick sind die aufnehmbaren Kampfschwerter die dem Gegenspieler bei erfolgreicher Zersäbelung an ihm die Schande aufbürden, "gemessert" worden zu sein.
Nett sind auch die Granaten, auch wenn deren Flugkurve etwas stark an der von ähnlichen Shootertiteln vorbeigeht und somit schwer gewöhnungsbedürftig ist.

Game-Mode

Es ist ein wiedersehen mit alten bekannten. Neben dem bekannten Capture The Flag, gibt es auch eine Art Domination, Bombing-Run, Variationen mit Insta-GIP, Teamplay, Rocket-Luncher only uvm. Besonders interessant ist die Kartenvielfallt.

Das Fazit

Red Eclipse macht seine Sache gut. Auch wenn die Installation noch etwas benutzerfreundlicher gestaltet werden könnte, lässt das Spiel selbst in seiner jetzigen Variante schon viel Platz für verzockte Abende. Ich würde ja gerne mehr dazu schreiben aber irgendein Typ mit dem Nick "Greatest_Warrior" hat mir während ich hier schreibe zum x-ten mal das virtuelle Licht ausgepustet und das schreit nach schrotgeladener Rache.
Viel Spaß mit Red Eclipse.

Screenshots und Videos
meldrian
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Mist, Chris war schneller mit Version 1.0.
Ne News gibts trotzdem wenn ich Zeit finde.
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