Owlboy

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Owlboy ist ein "hi-up"-Adventure. Es wurde von flibitijibibo mittels FNA auf Linux portiert. Es ist im Steam-Store, im Humble Store und auf GOG erhältlich. Im Humble Store erhält man einen Steam-Key und einen drm-freien Download.

Das Spiel

In der Rolle des Eulenschülers Otus erkundet man anfangs die eigene Siedlung, später dann Tempelruinen, Höhlensysteme und weitere Orte. Auslöser des Abenteuers ist ein Zwischenfall während Otus in seinem Heimartort Wache hält und die sich daraus entwickelnde Geschichte. Die schön umgesetzte Erzählung beinhaltet Piraten, fiese Bösewichte, arrogante Bekannte und das oft genutzte Stilmittel des anfangs unterschätzten Hauptcharakters der, mit Hilfe des besten sowie neuen Freunden, schlussendlich die 'Welt' retten muss.

Installation

Stichwort Steam. Alternativ bieten GOG und Humble Store DRM-freie selbstablaufende Installer an die ein Setupverhalten ähnlich zu einer Windowsinstallation mitbringen. Alles in allem kein Hexenwerk und für Linuxanfänger geeignet.

Hardwareanforderung

Zum Ausführen ist laut Hersteller mindestens ein Dual-Core Prozessor nicht näher genannter Leistung nötig sowie 2GB Ram. Die Grafikkarte muss den OpenGL 3.0 Standard unterstützen. 2.1 geht wohl bedingt auch, führt aber zu Leistungs- und Darstellungsabstrichen. Auf dem Datenträger der Wahl belegt das Spiel um die 600mb. Zum Ausführen kann wohl jede Steam-fähige Linuxdistribution mit glibc 2.15 und höher verwendet werden.

Steuerung

Mit Tastatur und Maus steuert sich der Titel am Anfang etwas hakelig und es bedarf einer gewissen Einarbeitungszeit. Spieler die einen ebenfalls unterstützten XBox-Controller verwenden, dürften es gewohnt sein, dass das Zielen mit den rechten Trigger nicht ganz so einfach von der Hand geht, wie man es als PC-Spieler mit der Maus gewohnt ist. Auch nach diversen Spielstunden können ungeübte Nutzer eines Gamepads noch mit den Tasten für "etwas aufnehmen" und "etwas werfen"/"etwas fallen lassen" durcheinander kommen.
Ebenfalls auffällig, wenn verschiedene Interaktionsmöglichkeiten nahe beeinander liegen, besteht das große Risiko, dass man das jeweils ungewollte Objekt in den Händen trägt statt des eigentlich gewünschten. Auch kommt es vor, dass man Gebäude oder Höhlen betritt, obwohl man sich nur mit den davor stehenden Personen unterhalten wollte. Nicht falsch vertehen, dass macht das Spiel nicht gänzlich unspielbar und sonst funktioniert die vorkonfigurierte Steuerung gut. In hektischen Situationen verleiht es dem Titel lediglich eine gewissen 'nervige' Würze.

Grafik & Sound

Die grafische Umsetzung von Owlboy erinnert Nostalgiker nicht grundlos an die Zeiten von Heimspielekonsolen aus den 90er Jahren. Speziell Besitzer eines Super Nintendo, Sega Mega Drive und Freunde des NeoGeo genießen den retroartigen Grafikstil. Die Hardwareanforderungen sind entsprechend weniger hoch, sodass Owlboy auch auf älterer Hardware spielbar dargestellt werden kann. Untermalt wird das Geschehen durch angenehm klingende, jeweils zur Situation passenden Musik. Einzig einige Toneffekte zeigen, wenn man sich darauf konzentriert, eine gewissen Neigung dazu für verschiedene Situationen erneut recycelt zu werden. So ist das Einschlag-Geräusch auch unter anderen Umständen wahrzunehmen. Häufig kann man das aber einfach automatisch ignorieren.

Screenshots und Videos
meldrian
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Owlboy ist großartig, wird an einigen Stellen aber arg knifflig und treibt selbst mich Maus/Tastatur-Verfechter der Einfachheit halber zum XBox-Gamepad.