Revival lässt Descent wiederbeleben - und Descent-Retro-Howto

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Descent kommt wieder - in neuem Glanz und mit moderner Technologie - und es erscheint auch für Linux. Die Ähnlichkeit zum Original ist erstaunlich, erklärt sich aber, wenn man nachschaut wer denn am Ende Mai erscheinenden Spiel Overload beteiligt ist.

Vor vier Jahren taten sich einige der ehemaligen Descent-Entwickler zusammen und setzten in die Tat um, was ihnen am Herzen lag. Sie gründeten Revival Productions und arbeiteten an einer Descent-Neuauflage mit dem Namen Overload. Ziel ist es das damals neu erfundene Genre des "6 Degrees Of Freedom" wieder aufleben zu lassen und mit den heute zur Verfügung stehenden Technologien glänzen zu lassen.

Das aus zehn Personen zählende Team bringt Erfahrung aus allen Teilen der Descent-Reihe, sprich Descent, Descent 2 und das noch bei Loki Software nativ für Linux erschienende Descent 3. Aber auch Erfahrungen
aus Freespace und Freespace 2 fließen in den gesammelten Schatz ein.

Overload

Spielerisch wird es wieder darum gehen in Minen herumzufliegen, böse Roboter zu besiegen und Geiseln zu befreien. Am Ende steht wieder der Reaktor, nach dessen Zerstörung man schleunigst den Ausgang finden muss. Overload enthält eine Einzelspielerkampagne mit 15 Leveln und wird entgegen der Ankündigung auch Multiplayer mit öffentlichen und privaten Spielen beinhalten. Dazu kommt noch ein Challenge Mode mit zwei Varianten. Steuerbar wird Overload mit einem komplett einstellbaren Joystick, Gamepad, Maus und Tastatur sein.

Es wird am 31. Mai 2018 auf Steam und später auch auf GOG erscheinen. Auf Steam ist es jetzt bereits als Early Access auch für Linux bzw. SteamOS erhältlich.

Ein bisschen Retro mit Descent

Descent 1

Wer bis zum Release warten möchte, kann ja in der Zwischenzeit ein wenig in Nostalgie schwelgen und das nötige Retro-Feeling aufkommen lassen. Das originale Descent von 1995 lässt sich dank der im Jahre 1997/98
freigegebenen Quellen und der Portierungsarbeit des DXX-Rebirth-Projekt von Descent 1 und 2 heute nativ unter Linux spielen. Was ihr dazu braucht ist eine originale Descent-Version oder die Shareware-Version, die oftmals schon in den Repositories eurer Distribution mitgeliefert wird.

Alternativ könnt ihr auf auf GOG die mit Dosbox gekoppelte Version kaufen. Wie ihr diese unter Linux verwenden könnt, lest ihr im Artikel nach.

Descent 2

Wie schon beim Vorgänger erwähnt konnte mit der Freigabe des Quellcodes eine moderne und native Linux-Version für Descent 2 erstellt werden. Mit Hilfe der Originaldaten zum Beispiel von GOG könnt ihr den Titel nativ unter Linux spielen.

Descent 3

Der einzige der ursprünglichen Titel, der nativ für Linux erschienen sind. Descent 3 wurde damals von Loki Software auf Linux portiert. Das Addon "Mercenaries" ist zwar nur für Windows erschienen, lässt sich aber auch mit
der Linux-Version verwenden. Mit dem LIFLG-Installer könnt ihr die Loki-Version auch heute noch installieren und auf den neusten Stand bringen. Erhältlich ist die Linux-Version so leider nirgendwo mehr.

Kommerzielle Alternativen

Es gibt noch zwei weitere kommerzielle Descent-Nachfolger, die der Vollständigkeit halber hier genannt werden wollen.

Sublevel Zero Redux ist ebenfalls auf Steam und GOG für Linux nativ erhältlich und verfolgt den Weg der prozeduralen Generierung der Asteroidenbasen. Damit es nicht zu einfach wird, gibt es hier auch den
Permadeath-Modus.

Descent: Underground geht den Weg der Spielerentscheidung. Neben den geeigneten Waffen können hier auch verschiedene Schiffsarten ausgewählt werden. Es war ursprünglich nativ für Linux im Early Access auf Steam und auf GOG erhältlich. Im September 2017 wurde es jedoch vom Hersteller entfernt. Käufer können das Spiel weiterhin spielen. Man scheint sich zurückgezogen und neu formieren zu wollen, um dann später ein neues Release herauszubringen (siehe Link).

Fazit

Es gibt also genug zu tun für schwindelsüchtige Action-Freunde. Viel Spaß beim Spielen!

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