Holarse testet für euch Life Is Strange

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Life Is Strange wurde im August 2016 von Feral Interactive für Linux portiert und freigegeben. Wir haben freundlicherweise eine Kopie erhalten, um
uns ein Bild von dem Spiel und der Portierung selbst machen zu können. Vielen Dank an dieser Stelle also nochmal. Einige Teile des Berichts sind inhaltlich verkürzt wiedergegeben um nicht zu spoilern.

In Life Is Strange begleiten wir die Protagonistin Max (niemals Maxine), wie sie nach einiger Abstinzenz in ihre Heimatstadt Arcardia Bay zurückkehrt. Dort möchte die angehende Fotografin am Blackwell Academy studieren.

Nach einer bedrohlichen Situation auf dem Mädchenklo entdeckt Max, dass sie die Zeit zurückdrehen kann.

Life Is Strange spielt sich grundsätzlich als einfaches Adventure, jedoch sind die Aufgaben sehr simpel gestellt und es gibt auch gleichzeitig immer nur eine aktuelle gültige Aufgabe. In sofern würde ich es schon eher als Walking Simulation mit einer sehr interaktiven Komponente bezeichnen.

Die Zeitreiseelemente können einerseits zum Zurückdrehen der Zeit benutzt werden. So können natürlich Fehler korrigiert werden. Daneben ermöglicht diese Fähigkeit es auch Informationen zu beschaffen, ohne dass dabei jemand aufmerksam oder hellhörig wird. Denn nach gelungener Befragung dreht man einfach die Zeit wieder zurück. Auch Entscheidungen lassen sich so in allen möglichen Varianten erkunden und ausprobieren. Am Ende eines Kapitels erhält man auch eine schöne Übersicht darüber, wie man sich selbst gegenüber anderen Spielern und seinen Steam-Freunden entschieden hat.

Von Zeit zu Zeit gibt es ein Minispiel. So gilt es Flaschen zusammenzufinden, oder seiner Freundin durch Vorhersagen zu beweisen, dass man wirklich über die Zeitreisefähigkeit verfügt. Diese Sequenzen erwarten, dass sie vollständig durchgeführt werden, was ich persönlich etwas störend finde, da sie den Spielfluss und das Fortkommen der Geschichte unterbrechen.

Die Grafik ist hübsch gezeichnet und passt zusammen mit der stimmige Musikuntermalung vollkommen ins Stimmungsbild des Spiels und der
Szenen. Jedoch wirkt die Grafik teilweise etwas ausgewaschen, unscharf und gelegentlich auch detailarm, trotz dass das Spiel aus dem Jahre 2015
stammt. Eine mögliche Erklärung wäre hier die schon etwas in die Jahre gekommene verwendete Unreal Engine 3.

Life Is Strange ist in Episoden unterteilt. Die erste Episode ist kostenlos erhältlich. Danach folgen vier weitere Episoden. Es ist auf Steam und im
Humble Store als Steam-Key für Linux erhältlich. Natürlich könnt ihr das Spiel auch im hauseigenen Feral-Shop erwerben.

Portierung

Die Portierung ist zumindest auf meinem System (OpenSUSE 42.1) einwandfrei gelungen. Getestet habe ich das Spiel mit einer NVIDIA-Grafikkarte und den proprietären Treibern. Offiziell werden die Treiber in der Version 367.27 unterstützt. Mit meiner älteren verwendeten Version habe ich allerdings keine Probleme oder Grafikfehler festgestellt.

Zu Beginn des Spiels begrüßt euch der Feral-Launcher. Mit ihm könnt ihr die Grafik und den darzustellenden Monitor, sofern ihr mehrere einsetzt, schon vor Start des Spiels festlegen.

Ein kleines Manko ist mir jedoch aufgefallen, jedoch kann ich nicht genau sagen, ob es nun am Spiel oder an einer Kombination verschiedener Dinge
liegt. Daher möchte ich es nicht Feral zuschreiben, es dennoch aber nennen. Zum Teil habe ich einige kleine Tonaussetzer. Sie sind nur den
Bruchteil einer Sekunde, jedoch merkbar und treten in unterschiedlichen Stellen auf.

Die Performance ist denke ich heutzutage kein Problem mehr. Mit allen Grafikeinstellungen auf Maximum und in Full-HD war mein Rechner (AMD FX-8650 mit NV 960) nicht wirklich ausgelastet.

Life Is Strange ist nur für 64bit-Systeme verfügbar und belegt knapp 10 GB auf der Festplatte. Offiziell werden SteamOS 2.0 und Ubuntu 16.04 unterstützt. NVIDIA-Grafikkartenbesitzer wird empfehlen den Treiber in der Version 367.27 zu verwenden, dieser ist explizit getestet. AMD und Intel-GPUs sollten mit Mesa 11.2 daher kommen. Als Minimum nennt Feral 1GB NVIDIA 640, AMD R9 270, Intel Iris Pro 6200 oder besser. Empfohlen werden NVIDIA-Grafikkarten ab 7xx.

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